10. JUNI 2019: „800 JAHRE BARBAROSSA-FRESKEN“ ERINNERUNGEN EINES KREUZFAHRERS

Burg Burgpark GamburgDIE HEUTE IN EUROPA EINZIGARTIGEN „BARBAROSSA-FRESKEN“ WURDEN VOM 1219 VERSTORBENEN EDELFREIEN BERINGER DEM JÜNGEREN VON GAMBURG IN AUFTRAG GEGEBEN UND GELTEN ALS DIE EINZIG erhaltenen Original-Ausmalungen eines Rittersaales und die ältesten weltlichen Wandmalereien nördlich der Alpen (entstanden spätestens 1219, wahrscheinlich jedoch um 1200). Die bis zu fast vier Meter hohen Malereibefunde zeigen Szenen des Kreuzzugs Kaiser Barbarossas. Die außergewöhnlich frühen deutsch-lateinischen Inschriften der Malereien benennen den Würzburger Bischof und ehemals kaiserlichen Kanzler Gottfried von Spitzenberg, einen der Hauptprotagonisten dieses Kreuzzugs, der sogar einen Augenzeugenbericht von seiner Reise hinterlassen hat. Ebenso der österreichische Kleriker Ansbert, der Beringer d. J. von Gamburg eigens als einen der bedeutenderen edelfreien Kreuzzugsteilnehmer erwähnt. Der Kaiser selbst, der mit einem seiner frühesten Bildnisse auf den Fresken dargestellt wird, ertrank während des Kreuzzugs am 10. Juni 1190 im kleinarmenischen Fluss Saleph. Beringer d. J. von Gamburg jedoch ließ nach seiner Heimkehr seine Erlebnisse als Teil kaiserlicher und persönlicher Memoria im Rittersaal verewigen. Der ausführende Meister der Barbarossa-Fresken, der wohl im Rhein-Maas-Gebiet ausgebildet wurde, beeindruckte vor allem durch seine innovative Raumdarstellung der Städte, in deren Stadtmauern sich zudem Ornamentmotive der angrenzenden romanischen Doppelarkaden wiederholen und den Saal somit zum Gesamtkunstwerk werden ließen.
Im 800. Todesjahr Beringers d. J. von Gamburg und am Jahrestag des Todes Kaiser Barbarossas wird der Kunsthistoriker und Illustrator Goswin von Mallinckrodt, der schon seit vielen Jahren die Geschichte der Gamburg erforscht, im Rittersaal einen Vortrag zur kunst- und kulturhistorischen Bedeutung der Barbarossa-Fresken halten.
Dazu wird Hans-Georg von Mallinckrodt, der die Malereien 1986 entdeckte, Passagen aus den beiden Augenzeugenberichten des dargestellten Kreuzzugs vorlesen. So werden die Fresken während der Lesung sozusagen als dritte Augenzeugenerzählung dienen und die beiden Texte illustrieren.
Musikalisch begleitet wird dies von mittelalterlichen Weisen, die von Andrea Baumann und dem Gamburger „Burgbarden“ Michael Schmitt gesanglich wie instrumental vorgetragen werden. Als Teil des Chors Inselmut haben beide vom Badischen Chorverband die „Badische ChorPrämie 2018“ für ein vor genau einem Jahr aufgeführtes Chorkonzert auf der Gamburg erhalten.
Diese Veranstaltung ist Teil 
→UNSERES GLEICHNAMIGEN JÜBILÄUMSJAHRES.
Beginn: 19.30 Uhr.
Preis: 9,- €.
Platzreservierung empfohlen unter: 09348/605 oder mail@burg-gamburg.de.
Weitere Informationen dazu →finden Sie hier!
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